FSX in 3d

Veröffentlicht am November 5, 2011

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Nachdem mir vor einigen Tagen mein Mainboard aufgrund von mehrjährigem, exessiven Übertaktens abgeraucht ist, stand für mich nun eine Neuanschaffung bezüglich der PC-Hardware an. Eigentlich habe ich mit dem Gedanken schon vor einem Jahr gespielt, damals jedoch siegte die Vernunft. Denn leistungsfähige PC-Komponenten sind relativ teuer. Und rational gesehen ist es eigentlich mehr oder weniger Geldverschwendung. 

Aber dieses Mal hatte ich einen Grund, das schlechte Gewissen zu übertölpeln :)

Ich machte mich nun auf, Bauteile zu sichten und Preise zu vergleichen. Irgendwann hatte ich alles zusammen und war irgendwie froh, deutlich unter einem großen Schein geblieben zu sein. Mein Gewissen war damit auch irgendwie einverstanden.

Aber dann kam mir eine Idee  – warum denn nicht einfach Nägel mit Köpfen machen und auf 3D Technologie setzen?

Nachdem ich auch hier Preise verglichen hatte, setzte das (sehr) schlechte Gewissen wieder ein. Denn um 3D zu nutzen, braucht es leistungsfähigere Hardware, was die Sache deutlich wahrnehmbar verteuert.

Es fängt damit an, dass man einen 3D-fähigen Monitor braucht, ein Gerät also, welches imstande ist, das Bilder mit einer Frequenz von 120 Hertz darzustellen.

Weiter benötigt man eine kompatible Grafikkarte, da die Bilder doppelt gerendert werden müssen, um den 3D Effekt hervorzurufen. Genauer ist es eine perspektivische Verschiebung, die jeweils mit 60 Hertz für das linke, und 60 Hertz für das rechte Auge dargestellt wird. Um das Gehirn zu überlisten (und vielleicht auch das schlechte Gewissen), braucht man noch eine Shutterbrille.

Diese besteht quasi aus zwei LCD-Gläsern, die jeweils ein Auge dicht machen – entsprechend der Monitorfrequenz bei jedem Auge 60 Mal in der Sekunde. Die Shutterbrille macht also links immer dicht, wenn das rechte Bild dargestellt wird – und umgekehrt beim anderen Auge dementsprechend genauso. Das ist übertölpeln auf höchstem Niveau.

Ich habe mich dabei für die Lösung von Nvidia entschieden, weil das Konzept insgesamt ausgereifter und benutzerfreundlicher erscheint, als das bei ATI der Fall ist.

Aber genug der grauen Theorie: das Ergebnis ist im FSX absolut atemberaubend. Hat man einmal vor dem 24″ Monitor platz genommen, vergisst man schon nach wenigen Augenblicken, dass man eigentlich nur zuhause vor dem Schreibtisch sitzt. Es fühlt sich so unglaublich real an, mit der Lotus L-39 Platzrunden zu schrubben, dass es fasst schon beängstigend ist. Genauer ist es das Erleben des FSX auf einem ganz anderen Niveau, sozusagen eine Vervielfältigung des Flugerlebnisses. In Dino`s F-14 ragt das HUD so sehr aus dem Bildschirm heraus, dass man fasst schon meint, sich daran den Kopf zu stoßen. Es macht das Fliegen ganz anders, als man es bisher in 2D gewohnt ist. Eine meiner Standardübungen, die Landung auf der USS Nimitz, ging im ersten Anlauf gründlich daneben, weil da einfach so viele neue Eindrücke zu bewältigen waren.  Normalerweise ist das für mich eigentlich keine  große Herausforderung mehr.

Denn während man in 2D lediglich auf einen Bildschirm schaut, ist man in 3D tasächlich dabei, durch die extreme Plastizität erhöht sich der Realismusfaktor um ein Vielfaches. Es gibt nun Sachen im VC zu entdecken, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat…

Von der Performance her nimmt sich der 3D-Effekt gegenüber 2D nicht viel. Bei mir habe ich einen Verlust von 3-4 Frames. Das ist sicher aber auch Grafikkartenabhängig.

Fazit:

Wer es einmal ausprobiert hat, will einfach nicht mehr zurück ;)

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